DAV-Schutzhütte der Sektion Berchtesgaden im Nationalpark Berchtesgaden.
Gelegen im Steinernen Meer auf
1.638 m Höhe am Funtensee.
Das Kärlingerhaus ist eine Schutzhütte der  Deutschen Alpenvereinssektion Berchtesgaden

Das Kärlingerhaus am Funtensee - eine DAV Schutzhütte der Alpenvereinssektion Berchtesgaden

Das Kärlingerhaus am Funtensee

Das Kärlingerhaus am Funtensee ist ein wunderschön in einer Senke im Steinernen Meer gelegenes Unterkunftshaus der Deutschen Alpenvereinssektion Berchtesgaden und befindet sich mitten in der Kernzone des Nationalparks Berchtesgaden.

Dieses zentrale Unterkunftshaus auf 1 638 m Höhe mit seinem traumhaften Umfeld bildet auch für einen mehrtägigen Aufenthalt einen idealen Ausgangspunkt für zahlreiche Berg- und Wandertouren in die Umgebung.

Bei einer Aufstiegszeit ab ca. 3 1/2 Stunden ist es auch für Familien gut erreichbar.

Die Hauptattraktion ist der direkt unter dem Haus gelegene Funtensee mit seiner Teufelsmühle:

Das erfrischende Wasser des ca. fünf Meter tiefen Bergsees ist ein Genuss für jeden Wanderer - in den Sommermonaten kann der See sogar so warm werden, dass man darin auch schwimmen kann.

Bis 1964 wurde im Gebiet des Funtensees im Sommer auch Almwirtschaft betrieben.

Ein geographisch-physikalisches Phänomen demonstriert die zehn Meter über dem Seeniveau vom Deutschen Wetterdienst errichtete Wetterstation:
Am 24. 12. 2001 wurde ein Kälterekord von minus 45,9° C erreicht - die bisher tiefste, in Deutschland vom Wetteramt aufgezeichnete Bodentemperatur überhaupt. Damit wurde der Funtensee zum kältesten Ort Deutschlands.
Wie ist das möglich? Diese Rekordmessung beruht auf den außergewöhnlichen klimatischen Verhältnissen der Talmulde. Die bodennahe Luft kühlt sich durch die nächtliche Ausstrahlung ab. Weil kalte Luft schwerer ist als warme Luft, fließt sie hangabwärts und sammelt sich in Senken wie der Funtenseemulde. Je mehr Kaltluft sich ansammelt, desto kälter wird es. Dagegen kann nur hundert Meter höher die Temperatur um ein Vielfaches wärmer sein. Zehn Grad kälter ist es am See in jedem Fall.
Im Winter kommt zu dieser Kaltluftansammlung über dem See bei klarem Himmel noch zusätzlich eine große Wärmeabstrahlung der Schneedecke hinzu. Wenn es dann noch windstill ist, dann gibt es diese tiefen Kälterekorde.

Diese klimatische Besonderheit am Funtensee äußert sich auch in einer doppelten Waldgrenze:
Zusätzlich zur normalen oberen Waldgrenze gibt es um den See auch eine untere Grenze des Waldbewuchses: Auf ca. 60 Meter über Seeniveau endet der Baumwuchs. Die stets negativen Tiefsttemperaturen - auch im Sommer können Temperaturwerte bis -10 Grad erreicht werden - machen den Bäumen das Wachsen unmöglich.

Wollen Sie mehr über uns und unsere Umgebung wissen? Schauen Sie doch auf "YouTube" die Dokumentation des Bayrischen Rundfunks "Kalt und geheimnisvoll - Der Funtensee im Steinernen Meer" - https://www.youtube.com/watch?v=W_gOWMVOQ2I

Der Funtensee im Steinernen Meer beim KärlingerhausDas KärlingerhausDer Funtensee im Steinernen Meer beim KärlingerhausJörg Kachelmann am Funtensee